x
Devin Rajaram on Unsplash

dti fordert europäische Lösung bei der Nährwertkennzeichnung

Datum: 14.03.19Quelle: dti | Foto: Colourbox.de | Ort: Berlin

Das Deutsche Tiefkühlinstitut (dti) lud ein zu Kostbar – die Lebensmitteldebatte am Morgen – zum Thema „Mehr Durchblick für eine gesündere Ernährung: Wie sieht die Zukunft der Nährwertkennzeichnung aus?“

Diskussion über Zukunft

Über die Zukunft der Nährwertkennzeichnung diskutierten am 13.03.19 bei der Kostbar des Deutschen Tiefkühlinstitutes Michael Stübgen, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, und Jutta Gurkmann, Leiterin Geschäftsbereich Verbraucherpolitik beim Verbraucherzentrale Bundesverband mit rund 50 Gästen aus dem Deutschen Bundestag, Ministerien sowie Verbänden und Verbraucherorganisationen.

Ideale Kennzeichnung?

Auf die Frage, wie eine ideale Kennzeichnung bei der Nährwertkennzeichnung aus Sicht des BMEL aussieht, erläuterte Staatssekretär Stübgen: „Eine Kennzeichnung, die es den Verbrauchern abnimmt, selbst zu entscheiden, sich gesund und abwechslungsreich zu ernähren, wird es nicht geben. Diese Entscheidung wird weiter bei den Verbrauchern liegen. Was wir erreichen wollen ist, dass die Erkennbarkeit gesunder Lebensmittel erleichtert wird, dass also die gesunde Wahl die leichte Wahl ist. Der Koalitionsvertrag sieht für Deutschland die Weiterentwicklung des Nährwertkennzeichnungsmodells vor. Eine erweiterte Kennzeichnung ist ein weiterer Baustein zur Förderung einer gesunden Lebensweise. Dabei muss gewährleistet sein, dass das zukünftige System einen Zusatznutzen für die Verbraucher bringt. Das BMEL lässt derzeit vom Max Rubner-Institut verschiedene Modelle der erweiterten Nährwertkennzeichnung wissenschaftlich bewerten. Erst nach Abschluss dieser Untersuchungen werden wir zu einer Empfehlung kommen.“

„Gesundheitskosten minimieren – durch Ernährung“

Jutta Gurkmann, Verbraucherzentrale Bundesverband, kommentiert und fordert die Bundesregierung zum Handeln auf: „Übergewicht und Adipositas nehmen zu. Die damit verbundenen Folgeerkrankungen und Gesundheitskosten belasten den Einzelnen und die Gesellschaft. Die Bundesregierung muss hier reagieren und geeignete ernährungspolitische Maßnahmen ergreifen. Dazu zählt auch die Nährwertkennzeichnung. Aber nicht nur das. Auch eine ambitionierte Nationale Reduktionsstrategie für Zucker, Fett und Salz für Fertiglebensmittel muss umgesetzt werden, damit Lebensmittel ausgewogener werden. Der vzbv fordert eine ressortübergreifende Ernährungsstrategie und favorisiert die Verwendung unterschiedlicher Instrumente.“

Klares Engagement erwartet

„Wir unterstützen das Ziel, den Verbrauchern leicht verständliche Nährwertinformationen auf wissenschaftlicher Grundlage zu geben, die ihnen helfen, bewusste Einkaufsentscheidungen zu treffen“, sagt Dr. Sabine Eichner, Geschäftsführerin des Deutschen Tiefkühlinstitutes. „Von der Politik erwarten wir ein klares Engagement für eine europäische Lösung. Vor einer endgültigen Entscheidung müssen die vorhandenen Systeme sorgfältig wissenschaftlich bewertet werden“, ergänzt Sabine Eichner.

Hintergrundinformationen

Das Deutsche Tiefkühlinstitut e.V. ist seit 60 Jahren die Kommunikations- und Informationsplattform der Tiefkühlwirtschaft. Die Branche zählt zu den fünf größten Teilbereichen der Lebensmittelwirtschaft. Die Tiefkühlung bewahrt durch ernte- und fangfrische Verarbeitung das Kostbarste der Lebensmittel: Vitamine und Nährstoffe für unsere Ernährung. Mit der Frühstücksdebatte Kostbar leistet das Deutsche Tiefkühlinstitut einen Beitrag zum Austausch über aktuelle Ernährungsthemen mit Politik und Gesellschaft.

Eva Fürst / Gastroinfoportal

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

nutritionDay steigert Teilnahmequote Über 2.500 Personen aus mehr als 60 Kliniken und Pflegeheimen haben am nutritionDay 2018 teilgenommen. Im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren wurd...
Tafeln rufen zu nachhaltigem Lebensmittelkonsum au... Zum Beginn der Fastenzeit am 6. März und anlässlich des Tages der gesunden Ernährung am 7. März ruft die Tafel Deutschland zu einem bewussteren Umgang...
Die Nachhaltigkeitsziele von Rebional In den von Rebional geführten Betrieben werden regionale Lieferanten unterstützt und regelmäßig Produkte aus der Region eingesetzt. Bis Ende 2019 wird...
Artikel mit Bildern drucken Artikel ohne Bilder drucken

Newsletter

Immer die aktuellsten Informationen. Melden Sie sich hier für unseren Newsletter an.
Zum Datenschutz

Send this to friend