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Bier

Tag des deutschen Bieres

Datum: 23.04.2019Quelle: Deutscher Brauer-Bund e. V. | reinheitsgebot.de | Foto: colourbox.de | Ort: München

Das Reinheitsgebot wirkt sich bis heute auf die deutsche Braukunst aus. Die Bayerischen Herzöge Wilhelm IV. und Ludwig X. erließen das Gesetz am 23. April 1516 in Ingolstadt. Seitdem gilt: In unser Bier gehört nur Wasser, Hopfen, Gerste und Hefe. Dieses Lebensmittelgesetz feiern die deutschen Brauer Jahr für Jahr mit zahlreichen Veranstaltungen und Festen im ganzen Land.

Herzog Wilhelm IV. forderte vor über 500 Jahren: Zum Brauen sollten nur wenige natürliche Zutaten verwendet werden dürfen. Er wollte damit dem manchmal wüsten Treiben beim Bierbrauen ein Ende setzen. Die Zeiten haben sich zwar geändert, doch das Deutsche Reinheitsgebot ist noch heute gültig. Deutsches Bier darf auch heute ausschließlich die oben genannten Zutaten enthalten. Keine Geschmacksverstärker, Farbstoffe und Konservierungsstoffe. Das Gesetz steht für die Bewahrung einer Handwerkstechnik und gilt zugleich als älteste lebensmittelrechtliche Vorschrift der Welt.

Fünf große Irrtümer

Über kaum ein Getränk kursieren so viele Mythen und Irrtümer wie über Bier. Die bekanntesten davon dürften folgende sein:

Bier macht dick
Richtig ist, dass Bier eine appetitanregende Wirkung besitzt. Kohlensäure und Alkohol regen verstärkt die Magensäureproduktion an. So kommt schnell ein Hungergefühl auf. Der sogenannte Bierbauch ist schlichtweg eine Folgeerscheinung von falscher Ernährung und mangelnder Bewegung, denn im Vergleich zu Apfelsaft oder Sekt hat ein Pils weniger Kaloriengehalt.

Es ist ein Männergetränk
48 Prozent der Frauen trinken lieber Bier als Wein – das ergab eine Studie des Max-Rubner-Instituts (Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel).

„Bier auf Wein, das lass sein“
Den Ursprung des Trinkspruchs findet man im Mittelalter. Dort symbolisierte er die sozialen Unterschiede: Damals galt Bier als Getränk der einfachen Stände, Wein hingegen war der Oberschicht vorbehalten.

Dunkles Bier ist stärker
Die dunklere Farbe kommt lediglich zustande, wenn andere Malzarten beim Brauen verwendet werden. Diese verleihen dem Bier zwar eine intensivere Färbung und andere Aromanoten, verändern jedoch den Alkoholgehalt nicht automatisch.

Ein perfektes Pils in sieben Minuten
Ein frisches Bier kann und sollte in zwei bis drei Minuten und zwei Zügen gezapft werden. Durch zu langes Zapfen verliert Bier viel Kohlensäure und wird dadurch warm und geschmacklos. Perfekt wird ein Bier, wenn ein sauberes, kalt ausgespültes Glas schräg gehalten, zu etwa zwei Drittel angezapft, kurz abgestellt und anschließend mit dem kunstvollen Aufsetzen einer Schaumkrone nachgezapft wird. Die sieben Minuten stammen vermutlich noch von früheren Zapfanlagen.

Martina Kalus / Gastroinfoportal

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