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Tim Gouw on Unsplash

Spritzige News oder alles ginlos?

Datum: 05.12.18Quelle: Wake up Communications | Foto: Tim Gouw on Unsplash | Ort: Düsseldorf

Eine Studie zu Craft Drinks Marken im Netz zeigt, wie Social Media genutzt wird und welche Aspekte bei den Kunden am wichtigsten sind.

Dringende Fragen

Wie aktiv sind Craft Drinks Marken im Netz? Nutzen die Marken Social Media? Mit welchen Informationsangeboten zeigen sich die Marken auf ihren Websites und über welche Produkte diskutieren die User im Netz? Diese Fragen beantwortet die Studie der PR & Social Media Agentur Wake up Communications und des Monitoring-Spezialisten Landau Media. Dafür wurden 50 Craft Drinks Marken aus Deutschland und der Schweiz ausführlich untersucht. Die Ergebnisse sind im Studienband „Craft Drinks Marken im Netz“ dokumentiert.

Bier, Wein und Schnaps

Mit einem Konsum von circa 11 l Reinalkohol pro Jahr liegt Deutschland leicht über dem EU-Durchschnittswert von 10,6 l. Eine ganze Wanne alkoholischer Getränke – 135,5 l, um genau zu sein – trinkt der Deutsche jährlich. Nach dem Bier, mit einem jährlichen Konsum von 105,9 l, erfreut sich Wein einer großen Beliebtheit, danach folgen Spirituosen, mit einem Konsum von durchschnittlich 5,4 l jährlich pro Kopf. Auch Craft Drinks bilden mittlerweile einen großen Markt in Deutschland und erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Neben den Craft Bieren existieren zahlreiche weitere Craft Drinks wie Whisky, Rum, Gin oder Wodka. Die meisten Craft Drinks Marken zeigen im Handel bereits eine starke Präsenz. Da es sich hier meist um kleine und mittelständische Unternehmen handelt, sind Print- und TV-Präsenzen bisher begrenzt. Daher wären ansprechende Web-Auftritte für diese Marken besonders effizient und lohnenswert. Doch wie steht es um die Aktivitäten der Marken im Netz? Angesichts der Vielzahl an Craft Drinks Marken wurde die Auswahl auf 50 Marken begrenzt. Die aktuelle Studie untersucht die optische und inhaltliche Qualität der Websites und der Markenpräsenzen im Social Web.

Marken-Websites

Im ersten Teil der Studie wurden die Websites der 50 Marken auf insgesamt 15 ausgewählte Kriterien überprüft. Marken wie Berliner Brandstifter, Störtebeker und The Duke Munich Dry Gin konnten mit klar verständlichen und markenadäquaten Corporate Websites überzeugen und präsentieren beispielsweise ihre Rohstoffe, Anbaugebiete und Herstellungsverfahren besonders ausführlich und anschaulich. Auffällig ist, dass kaum eine der untersuchten Marken die Mitarbeiter vorstellt und sowohl die allgemeine Kontaktaufnahme als auch die Kontaktaufnahme mit Presseverantwortlichen aufgrund mangelnder Daten schwierig ist.

Für jeden Geschmack etwas dabei?

Bei der Analyse der Social Media Präsenzen lag der Fokus auf den Plattformen Facebook, Instagram, Twitter und YouTube. Der überwiegende Teil der untersuchten Marken beschränkt sich im Social Web auf eine Präsenz bei Facebook und Instagram. Wenige Marken nutzen YouTube oder Twitter professionell. Die Unternehmen St. Kilian, Elephant Gin, Maisel & Friends sowie Stone Brewing Berlin zeigten sich auf allen vier Plattformen sehr stark, durch regelmäßige und kreative Inhalte sowie erfolgreiches Community Management.

Ginlos oder spritzig: Wie anregend ist der Social Media Content?

Die Netzgemeinde zeigt großes Interesse an den untersuchten Craft Drinks Marken. Die User sowie die Marken selbst thematisieren hier vor allem den privaten Trinkgenuss, sei es nun das klassische Feierabendbier, ein Gläschen Whisky im Urlaub oder einen spritzigen Gin Tonic auf einer exklusiven Feier – Themen dieser Art kommen im Netz ebenso gut an wie Produktvorstellungen und Promotions. Nachhaltigkeit und soziales Engagement kommen dagegen eher zu kurz. Jedoch wird gerade dies gesellschaftlich immer relevanter und bietet daher den Unternehmen gute Chancen ihre Marke positiv aufzuladen und sich als nachhaltig und vertrauensvoll aufgestellter Anbieter in den Köpfen der User zu verankern.

 

Studie Craft Drinks

Untersuchungsmethode

Untersucht wurden insgesamt 50 Craft Drinks Marken aus dem deutschsprachigen Raum (D, CH) im Zeitraum vom 01.08.2018 bis zum 30.09.2018. Die Studie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Untersuchung gliedert sich in vier Kernbereiche: die Analyse der Website, die Social Media Nutzung und die Social Media Inhaltsanalyse sowie die Auswertung eines Online-Fragebogens. Unter dem Punkt Social Media Inhaltsanalyse wurden insgesamt mehr als 2.000 User-Beiträge zu den untersuchten Marken ausgewertet und analysiert.

Ergebnisse der Studie

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass noch nicht alle Craft Drinks Marken im Internet und speziell im Social Web professionell aktiv sind. Bislang haben vor allem größere Unternehmen einen professionellen Auftritt im (Social) Web. Noch scheinen sich viele in einer Art Testphase zu befinden, bei der noch keine klare Strategie erkennbar ist. Dies gilt vor allem für die Kanäle Twitter und YouTube. Innerhalb der Userdiskussion wird vor allem der „private Trinkgenuss“ besonders oft aufgegriffen. Themen wie Nachhaltigkeit und soziales Engagement sind in der Craft Drinks Welt nicht allzu weit verbreitet, was jedoch gute Möglichkeiten für die Unternehmen darstellt. Die Tonalität der Userdiskussion ist allgemein positiv oder neutral; es gibt kaum negative Beiträge.

Eva Fürst / Gastroinfoportal

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