x
Maibock

Maibockanstich 2019

Datum: 05.04.2019Quelle: Hofbräuhaus | Fotos: P.O.A. | Ort: München

Die Brauerei Staatliches Hofbräuhaus in München ist ein Staatsbetrieb des Freistaates Bayern. Oberste Aufsichtsbehörde ist das Bayerische Staatsministerium der Finanzen und für Heimat. Deshalb luden zum traditionellen Maibockanstich im Festsaal der bayerische Finanzminister Albert Füracker und Brauereidirektor Dr. Michael Möller wieder zum alljährlichen „Politikerderblecken“. Zum zwölften Mal in Folge schenkte Kabarettist Django Asül den anwesenden Politiker der bayerischen Staatsregierung ein – aber keinen Maibock. Der diesjährige Ehrenpreis geht an Klaus-Peter Kohl. Er brachte mit den drei Hofbräu-Wirtshäusern in Hamburg als Botschafter des bayerischen Lebensgefühls Biergarten-Erlebnis, Oktoberfest-Stimmung sowie gepflegte bayerische Gastlichkeit in den Norden Deutschlands und trug damit zum Aufbau der Marke Hofbräu München bei.

Münchens ältestes Bockbier

1589 wurde das Hofbräuhaus von Herzog-Wilhelm V. gegründet, um den Hofstaat mit eigenem Bier zu versorgen. Nur wollte das selbst gebraute Braunbier dem Hof nicht so recht munden, ein stärkeres Bier musste folglich her. Also warb man den Braumeister des Klosters Geisenfeld an. Elias Pichler experimentierte eine Weile und entwickelte 1614 das erste Münchner Bier nach Ainpöckhischer Art, den Maibock.

Das untergärige Starkbier mit einem Alkoholgehalt von 7,2% Vol. ist bernsteinfarben mit einem cremigen, rohweißen Schaum und einem barocken, leicht estrigen Malzaroma im Bukett. Sein Geschmack ist vollmundig, malzaromatisch und mit einem samtig-weichen und hopfigen Ausklang. Er wird im Inland (Gastronomie und Handel) und im Ausland sowohl in Flaschen als auch im Fass vertrieben.

Liebgewonne Tradition

405 Jahre ist es nun her, dass Braumeister Elias Pichler dem Bayern-Herzog Maximilian I. das erste Bockbier aus eigenem Hause kredenzte. Und erst ab 1874 wurde das Bockbier erstmals auch im Hofbräuhaus selbst ausgeschenkt. 1910 führte Hofbräuhaus-Wirt Karl Mittermüller dann den Maibockanstich ein – dieser Brauch hat sich zu einer Tradition entwickelt.

Ehrenpreis 2019

Klaus-Peter Kohl wurde am 03.04.1944 geboren. Nach einer Ausbildung zum Speditionskaufmann arbeitete er kurz im väterlichen Fuhrunternehmen. Folglich machte er mit seiner zweiten Leidenschaft, der Gastronomie, weiter und eröffnete 1968 mit 24 Jahren in Hamburg/Farmsen seine erste Gastronomie – eine U-Bahn Schänke. Im September 2005 wurde das „Hofbräu Wirtshaus“ an der Esplanade in Hamburg (vormals „Hofbräu an der Alster“) eröffnet. 2010 stieg Klaus-Peter Kohl mit seinem Schwiegersohn Dietmar Poszwa hier als Gesellschafter ein. Damit begann die Zusammenarbeit mit Hofbräu München.

Im September 2011 folgte die Eröffnung des „Hofbräu Wirtshaus Speersort“, ein zweiter Großgastronomiebetrieb in Hamburg. Nur zwei Monate später, im November 2011 wurde das „Hofbräu Wirtshaus Berlin“, ebenfalls im Stile eines bayerischen Wirtshauses, eröffnet. Mit „Heimat Bavaria“ in Winsen-Luhe gründete Kohl 2016 eine eigene Fleischproduktion, in der jährlich knapp 900 Tonnen Fleischprodukte verarbeitet werden. Von hier aus werden überwiegend eigene Gastronomie-Betriebe beliefert. Mit einem Jahresumsatz von 35,6 Millionen zählen die Gastronomiebetriebe der Bayerischen Wirtshaus Verwaltungs GmbH & Co.KG zu den Top 100 der Systemgastronomien in Deutschland.

 

Martina Kalus / Gastroinfoportal

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Systemgastronomie der Zukunft Von Fast Food bis Full Service, von Burger bis Health Food, von Kaffeebar bis Szenetreff - die Systemgastronomie ist am Puls der Zeit. Die Fachkonfere...
Vielfalt und Individualität Ob vegetarisch, vegan oder gar glutenfrei – viele deutsche Restaurantbesucher haben genaue Anforderungen an die Speisekarte eines Restaurants. Das zei...
IHA Branchenreport: Hotelmarkt wächst Der heimische Hotelmarkt wächst weiter. Detaillierte Einblicke in die konjunkturelle Entwicklung der Hotellerie, aktuelle Kennziffern und Analysen bie...
Sanierte Mensa Vechta öffnet ihre Türen Am 1. April öffnet das Küchenteam des Studentenwerks Osnabrück die Türen der sanierten Mensa Vechta. Die 5.100 Studierenden und 520 Beschäftigten der ...
Artikel mit Bildern drucken Artikel ohne Bilder drucken

Newsletter

Immer die aktuellsten Informationen. Melden Sie sich hier für unseren Newsletter an.
Zum Datenschutz

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von t748c5bc4.emailsys1a.net zu laden.

Inhalt laden

Send this to friend