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In Berlin haben sich einige Clubs zusammengeschlossen und unter dem Motto Zukunft feiern einen „Code of Conduct“ für mehr Nachhaltigkeit unterzeichnet.

Grüne Clubkultur – #spürbargrün

Datum: 25.10.2021Quelle: Greentable, Clubtopia | Bild: Clubtopia / Marcus Bläsing |: Ort: Lüneburg/Berlin

Zukunft feiern unter diesem Motto präsentiert die Berliner Initiative Clubtopia den „Code of Conduct“ für eine nachhaltige Clubkultur. Daran wurde während der Lockdowns fleißig gearbeitet und so hat sich in Sachen Nachhaltigkeit einiges getan. Denn mehrere Clubs – das „Yaam“, der „Suicide Club“, die „Rummels Bucht“ und das „Schwuz“ (siehe Titelbild: Marcel Weber, Geschäftsführer Schwuz), haben zum 1. September den „Code of Conduct“ unterzeichnet, weitere sollen schon bald folgen. Die teilnehmenden Betriebe verpflichten sich darin zu mehr Nachhaltigkeit. Das Ganze ist keine Top-Down-Maßnahme, sondern ist aus sich selbst heraus entstanden. Schon 2019, damals noch live, fanden runde Tische statt, bei denen Vertreter der Clubs sowie Experten im Bereich Energie und Co. über Möglichkeiten diskutieren, wie sich in den Betrieben aktiv Klimaschutz, aber auch soziale Nachhaltigkeit umsetzen lässt.

„Code of Conduct“ der Berliner Clubs

Während der Lockdowns fanden diese Treffen digital weiter statt. Gastgeberin dieser Treffen war und ist Clubtopia, ein Kooperationsprojekt des BUND Berlin e. V. sowie der Vereine Clubliebe e. V. und der Clubcommission Berlin e. V., die sich seit vielen Jahren für die Belange der Clubszene (etwa Bestandsschutz oder Maßnahmen gegen Lärm) einsetzen. Gefördert wird die Initiative von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und sie ist Teil des Klimaneutralitätsprogramms der Stadt. Spätestens 2050 soll kein CO2 mehr emittiert bzw. die Stadt klimaneutral sein.

Die Clubs wollen hier mit gutem Beispiel voran gehen. Der „Code of Conduct“, den sie selbst erarbeitet und signiert haben, ist keine reine Absichtserklärung. Vielmehr enthält er eine Vielzahl konkreter Ziele und Vorgaben. Zum Beispiel diese:

  • „Wir setzen Energiesparmaßnahmen um und reduzieren unseren Verbrauch um mindestens 10 Prozent pro Jahr. Wir schulen unsere Mitarbeiter regelmäßig im effizienten Umgang mit der Klimaanlage bzw. der Be- und Entlüftung.“
  • „Ab sofort betreiben wir Kühlgeräte mit der besten Energieeffizienzklasse oder optimieren den Betrieb bestehender Geräte. Wir entsorgen Kühlgeräte fachgerecht, deren Nutzung sich nicht mehr optimieren lässt.“
  • „Sofern ein sofortiger Wechsel des Stromanbieters aus vertraglichen Gründen oder Mietbedingungen nicht möglich ist, wechseln wir zur nächstmöglichen Gelegenheit. Echter Ökostrom ist unsere effizienteste Klimaschutzmaßnahme im Club.“
  • „Wir reduzieren unsere logistikbedingten Emissionen um 10 Prozent pro Jahr.“
  • „Ab sofort gilt Mehrweg statt Einweg in unserem Barbetrieb. Gäste erhalten ihre Getränke und Essen ausschließlich in wiederverwendbarem Geschirr.“
  • „Wir unterstützen durch unseren Clubbetrieb das Streben nach weniger Ungleichheiten in unserer Gesellschaft. Wir berücksichtigen dafür soziale Aspekte wie Reduzierung von Armut, Förderung von Barrierefreiheit, Stärkung von Diversität der Clubgäste und -mitarbeitenden, Gleichstellung von Geschlechtern sowie Bekämpfung von Rassismus.“

Messbarer Fortschritt

Mit der Unterzeichnung des „Code of Conduct“ haben die Clubs auch zugestimmt, dass sie hinsichtlich der Umsetzung der Ziele transparent sind und der tatsächliche Fortschritt gemessen wird. Gleichzeitig wollen sich die Betriebe in der Umsetzung der Ziele austauschen und unterstützen – was sie mit den runden Tischen bereits tun. Die Förderung durch den Senat macht zudem Beratung durch Expertise möglich, so gibt es etwa eine konkrete, unternehmensspezifische Energieberatung durch die Experten des BUND Berlin. Man verstehe den Code als eine Einladung, um ins Handeln zu kommen und eine „Öko-Routine“ zu entwickeln, erklärte Konstanze Meyer, Projektleiterin von Clubtopia, bei der Vorstellung des „Code of Conduct“. Er solle die Clubs nicht einschränken, sondern helfen, „Teil des täglichen Handelns im Cluballtag“ zu werden.

Mittelfristig soll das Projekt auch für interessierte Clubs außerhalb von Berlin geöffnet werden. Für alle Locations, ob der hippe Club in der Hauptstadt oder die Großraumdisco auf dem Lande, hat man einen „Green Club Guide“ mit vielen Tipps und Ideen für mehr Nachhaltigkeit beim Feiern konzipiert. Die begleitende Website www.zukunft-feiern.de bietet Hintergründe und tiefergreifende Informationen und lädt zum Mitmachen ein.

Redaktion GastroInfoPortal

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