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nachhaltiger kaffee

Nachhaltiger Kaffee bevorzugt

Datum: 01.02.2019Quelle: Text: Kaffee & Co. I Foto: Tina Guina on Unsplash Ort: München

Viele Gäste hinterfragen, woher der Kaffee kommt und wie die Lebensbedingungen der Anbauer sind. Ihnen ist wichtig, dass diese fair entlohnt werden. Sie legen zudem Wert auf biologischen Anbau, um nicht nur die Natur im ­Anbauland zu bewahren, sondern auch sich selbst etwas Gutes zu tun. So ist nachhaltiger Kaffee besonders beliebt und hierbei vor allem das Fairtrade- und das Bio-Siegel verbreitet. Der Vorteil der Labels liegt am hohen Bekanntheitsgrad in der Öffentlichkeit.­ Die Kunden wissen, wofür diese stehen und ­können sich damit leichter orientieren. Die Röster gehen davon aus, dass die Nachfrage nach nachhaltig produziertem Kaffee weiter wachsen wird. Aber auch hohe Qualität wird einer der wichtigsten Faktoren bleiben. Es ist eine Frage der langfristigen Qualitätssicherung, seine Lieferanten persönlich zu kennen – zu wissen, wie sie produzieren und welche Qualitäten voraussichtlich verfügbar sein werden.

Das Bio-Label bedeutet, dass der Rohkaffee ohne gentechnische Veränderungen und ohne die Verwendung von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln und mineralischem Stickstoffdünger angebaut wurde. Somit steht Bio auch für den Erhalt der Tier- und Pflanzenwelt im Ursprungsland. Alle Unternehmen in der Wertschöpfungskette, die Bio-Produkte erzeugen, handeln, verarbeiten, importieren oder lagern und sie mit dem Bio-Siegel vermarkten, unterliegen einem jährlichen Kontrollverfahren.

Wirtschaft, Umwelt und Soziales

Ganzheitliche Nachhaltigkeitskonzepte umfassen drei Ebenen: Wirtschaft, Umwelt und Soziales. Für Röster sollte daher nachhaltige Entwicklung bedeuten diese Ziele in ein ausgewogenes und stabiles Gleichgewicht zu bringen. Manche arbeiten mit einschlägigen Zertifizierungsorganisationen zusammen wie UTZ Certified, Jane Goodall, Bio, Fairtrade oder der Rainforest Alliance. Darüber hinaus gibt es große Organisationen, die sich globale Nachhaltigkeitsziele setzen, das Global Compact Netzwerk der Vereinten Nationen zum Beispiel. Dazu gibt es 17 Sustainable Development Goals (SDGs, 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung).

Flocert, ein unabhängiges Zertifizierungsunternehmen und Tochtergesellschaft von Fairtrade International, überprüft vor Ort, ob Produzenten und Händler die Fairtrade-Standards einhalten und die Standards erfüllen. Sie kontrolliert auch, ob die Produzentenorganisationen den fest­gelegten Mindestpreis und die Fairtrade-Prämie ausgezahlt bekommen. Der gemeinnützige Verein Transfair verbessert durch fairen Handel die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Kaffeebauern in den Ursprungsländern. Durch gesicherte Einkommen und faire Mindestlöhne hilft Transfair den Bauern, nachhaltig in ihre Zukunft zu investieren.

Es gibt zudem das KIWA-Zertifikat „sozial, nachhaltig und fair“. Es gibt umfassend Auskunft über das faire Handeln eines Unternehmens und beschränkt sich nicht auf eine Produkt-Auswahl, wie es sonst bei Fair-Siegeln der Fall ist. Man lernt zum Beispiel mittels eines Katalogs von über 170 Fragen einen Anbaupartner in Breite und Tiefe kennen. Bei Anbaupartnern aus Risikoländern (BSCI-Einstufung) prüft man, ob zusätzlich zur Bio-Zertifizierung und dem dokumentierten Einverständnis mit den Handlungsgrundsätzen des Rösters weitere Nachweise vorliegen über die Einhaltung anerkannter Arbeits- und Sozialstandards, zum Beispiel durch eine Fairtrade-, Naturland- oder SA 8000-Zertifizierung.

Nachhaltiger Kaffee fürs gute Gewissen

Gastgeber in Gastronomie und Hotellerie profitieren von der hohen Glaubwürdigkeit der beiden bekannten Siegel Fairtrade (84 % Bekanntheit laut TransFair Jahres- und Wirkungsbericht 2017) und Bio (92 % Bekanntheit). Außerdem profilieren sie sich als verantwortungsbewusst, denn zu 100 % biologisch angebaute Rohware bedient das Bedürfnis der Gäste, etwas Gutes für sich selbst und gleichzeitig für die Umwelt zu tun. Der faire Handel vermittelt ein gutes Gewissen, etwas Sinnvolles für die Menschen in den Anbauregionen zu tun. Nicht zuletzt rechtfertigt ein hohes Maß an Nachhaltigkeit einen höheren Tassenpreis, der von den Gästen gerne bezahlt wird.

Kaffee & Co. Titel 1 19

 

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teo

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