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Maya Kleinbauern spuerbargruen

Kleinbauern Kaffee: #spürbargrün

Datum: 22.06.2021Quelle: Maya Kaffee 1991 I Bilder: © hectorfabio – stock.adobe.com, Maya Kaffee 1991 Ort: Hamburg

Die Story von Maya 91 beginnt im mexikanischen Hochland an den Hängen der Sierra Madre de Chiapas. Die ebenso sonnenverwöhnte wie regenreiche Region wird durch die Gebirgskette vor Stürmen geschützt und bietet somit ideale Bedingungen für den Kaffeeanbau. Der Kaffee wird von Kleinbauern angebaut, die sich in Kooperativen zusammengeschlossen haben und auf Industriedünger und Pestizide verzichten. Stattdessen werden Abfallprodukte des Kaffeeanbaus genutzt, um die notwendigen Nährstoffe zu gewinnen. So entstehen beim Kompostieren von Blättern, Baumschnitt und fermentiertem Kaffeekirschenfleisch auf natürliche Weise wichtige Nährstoffe wie Phosphor, Kalk und Stickstoff. Auch Pestizide sind tabu – Schädlinge werden bekämpft, indem man ihre natürlichen Feinde züchtet.
Bei der Pflege der Kaffeepflanzungen wird Unkraut nicht ausgerissen. Das schützt den Erdboden vor dem Austrocknen und beugt Erosion vor. Zudem werden die Plantagen an den Hängen im Zuge der ständigen Nachpflanzungen in Terrassen umgestaltet, was ebenfalls Erosion verhindert. Und damit keine Monokultur entsteht, werden auf den Plantagen auch Eukalyptus- und Obstbäume sowie Bananen gepflanzt.
Nach dem Vorbild des nachhaltigen Kaffeeanbaus in Mexiko kamen später auch Kaffees aus Kolumbien und Äthiopien ins Sortiment. Die aus Kolumbien stammende Spezialität Kachalu wurde von der Rainforest Alliance zertifiziert, die sich für den Schutz von Umwelt, Klima und den Menschenrechten in der Landwirtschaft einsetzt.

Kleinbauern investieren in Kooperativen

An die Kooperativen werden faire Preise gezahlt. Aus den Erlösen beziehen die Kleinbauern ihr Einkommen und investieren wiederum in die Kooperativen. So können z. B. Fahrzeuge und Technik für die Aufbereitung der Kaffees angeschafft, Aus- und Weiterbildung finanziert und soziale Einrichtungen in der jeweiligen Region getragen werden. Zudem können die Kleinbauern mit den Einnahmen weitere Anbauflächen erwerben, die sie gemeinsam bewirtschaften.
Diesen Einsatz für nachhaltigen Kaffeegenuss schätzen auch viele Kunden. „Unsere Gäste achten sehr auf Aspekte wie bio und fair“, sagt z. B. Oliver Klaffke vom Hamburger Café Auszeit. „Und bei Maya 91 kann ich mich zu 100 Prozent darauf verlassen, dass die Kaffees diesen Ansprüchen entsprechen.“

Richard Galbavy Maya 911Das Engagement für nachhaltigen Anbau, fairen Handel und eine umweltfreundliche Verpackung ging Geschäftsführer Richard Galbavy nicht weit genug. Der Unternehmer entschied sich deshalb für den freiwilligen Emissionshandel, um die unvermeidbaren Emissionen aus den unterschiedlichsten Quellen auszugleichen. Dazu zählen der Transport der Kaffees nach Hamburg, der Energieverbrauch bei der Röstung und der Versand zu den Kunden. Daneben werden der Papier-, Wasser- und Energieverbrauch im Büro sowie die tägliche An- und Abreise der Mitarbeiter mitgerechnet. All dies hat Maya 91 zertifizieren lassen – und darf sich als Hamburgs erster Kaffeeanbieter offiziell „Klimaneutrales Unternehmen“ nennen. „Kaffee ist ein kostbares Naturprodukt“, fasst Richard Galbavy seine Philosophie zusammen. „Und nicht zuletzt deshalb müssen wir als Unternehmen natürliche Ressourcen verantwortungsvoll nutzen.“

Redaktion GastroInfoPortal / Michael Teodorescu

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