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Zum 1. Oktober, dem Weltkaffeetag, fordern ONE und das Unternehmen nuruCoffee erneut dazu auf, die Kaffeesteuer auf fair gehandelten Kaffee abzuschaffen.

Keine Kaffeesteuer für fairen Kaffee

Datum: 01.10.2020Quelle: ONE | Foto: Mike Kenneally on Unsplash | Ort: Berlin

Zum 1. Oktober, dem Weltkaffeetag, fordern die Entwicklungsorganisation ONE und das Unternehmen nuruCoffee Finanzminister Olaf Scholz erneut dazu auf, die Kaffeesteuer auf fair gehandelten Kaffee abzuschaffen. Dadurch würde fairer Kaffee preislich attraktiver und häufiger gekauft.

Livestream zum Weltkaffeetag

Im Schnitt trinken die Deutschen 166 Liter Kaffee im Jahr, doch nur jede 20. Tasse kommt aus fairem Handel. Bei fair gehandeltem Kaffee werden die Kaffeebauern und –bäuerinnen fair bezahlt und Sozial- und Umweltstandards beachtet. Um dem Thema mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen und weitere Unterzeichner für die Petition an Olaf Scholz zu gewinnen, veranstalten ONE und nuru Coffee am 1. Oktober mit freundlicher Unterstützung der ‚Speciality Coffee‘-Rösterei Five Elephant in Berlin-Kreuzberg eine unterhaltsame Podiumsdiskussion „Auf einen fairen Kaffee mit Sara Nuru und ONE“, die auf ONEs Facebook-Seite live gestreamt wird.

Fairness darf kein Luxus sein

Sara Nuru, Unternehmerin, Model und Aktivistin, sagt: „Der internationale Tag des Kaffees ist ein guter Moment, um darüber nachzudenken, wo unser Kaffee eigentlich herkommt und unter welchen Umständen er produziert wird. Bei fair gehandeltem Kaffee werden Menschenrechte, Menschenwürde und Natur geachtet und geschützt. Es wird auf faire Preise und Löhne, gute Arbeitsbedingungen und Nachhaltigkeit geachtet. Doch Fairness hat seinen Preis – und deshalb ist fairer Kaffee in der Regel teurer als konventioneller Kaffee. Eine Befreiung von der Kaffeesteuer könnte diesen Unterschied verringern. Olaf Scholz hat es in der Hand, er kann die Steuer auf fair gehandelten Kaffee abschaffen. Denn Fairness darf kein Luxus sein.“

Sara Nuru betreibt gemeinsam mit ihrer Schwester Sali Nuru das Unternehmen nuruCoffee. Beide kennen den gesamten Prozess vom Anbau der Kaffeekirsche bis zur Aufbereitung der Kaffeebohnen sowie die gesamte Wertschöpfungskette ganz genau. Sie haben festgestellt, dass Kaffeebäuerinnen beim konventionellen Kaffeeanbau und –handel besonders benachteiligt werden.

„Bisher stammt nur jede 20. Tasse Kaffee aus fairem Handel, das muss sich ändern.”

Stephan Exo-Kreischer, Direktor von ONE Deutschland, sagt: „Die traditionelle äthiopische Kaffeezeremonie beinhaltet drei Aufgüsse: Der erste ist für den Genuss, der zweite, um ein Problem zu adressieren und der dritte Aufguss beendet die Zeremonie mit etwas Positivem, dem Segen – oder im übertragenen Sinne, mit einer Lösung für das Problem. Genau das wollen wir am Weltkaffeetag tun. Denn wir haben nur noch zehn Jahre Zeit, um die Globalen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und sind aktuell weit davon entfernt. Wir müssen dringend innovative Lösungen finden – und die Abschaffung der Kaffeesteuer auf fairen Kaffee gehört dazu. Bisher stammt nur jede 20. Tasse Kaffee aus fairem Handel, das muss sich ändern. Die Kosten für den Fiskus sind gering, der Nutzen für viele von Armut betroffene Menschen jedoch immens!”

Redaktion Gastroinfoportal

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