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Kaffee, Zucker und Zimt

Datum: 03.09.2015Quelle: UTZ Certified Ort: Berlin

Am 1. September veranstaltete UTZ Certified ein Coffee Cupping im Hamburger Speicherstadtmuseum. Dabei erfuhren die Teilnehmer mehr über die positiven Auswirkungen des UTZ-Programms am Beispiel des CRECE-Reports (Centre for Regional Entrepreneurial and Coffee Studies).

Außerdem wurden Projekte zur Wiederaufbereitung von Kaffee-Abwasser sowie bezüglich der Stärkung von Kaffeeanbausystemen zum Schutz des Klimas von UTZ-Experte Henk van Rikxoort  erläutert.

Im Anschluss führte die Hamburger Kaffee-Expertin Bärbel Dahms mit den Anwesenden eine Verkostung von sechs UTZ-zertifizierten Kaffees durch.   

„Bei UTZ versuchen wir, das Problem des Klimawandels von verschiedenen Seiten anzugehen. Die Installation von Aufbereitungsanlagen in Nicaragua etwa wirkt vorbeugend, weil sie den Klimawandel nicht noch befeuert. Die Folgen des Klimawandels sind für viele Kaffeefarmer jedoch bereits jetzt deutlich spürbar. Also müssen wir den Farmern auch bei dieser Herausforderung zur Seite stehen”, erklärt Henk van Rikxoort. Zu Beginn fasste er nochmals kurz die Ergebnisse des CRECE-Reports zusammen. Über vier Jahre hinweg hat das CRECE die Datensätze von mehr als 850 Kaffeefarmen in Kolumbien ausgewertet und dabei untersucht, ob Kaffeefarmen von einer Teilnahme am UTZ-Programm profitieren. Das Ergebnis: UTZ-zertifizierte Farmer erzielen ein höheres Einkommen und wenden umweltschonendere Produktionsverfahren an.

Auf besonders reges Interesse stieß das als erstes vorgestellte Projekt, in dem es um die Aufbereitung von Kaffee-Abwasser geht. Insgesamt 19 Farmen in Nicaragua, Honduras und Guatemala nahmen an „Energy from Coffee Wastewater“ (CWW) teil. Dabei zeigte sich, dass die Aufbereitung von Abwasser aus Kaffeemühlen mithilft, die natürlichen Wasserreservoirs zu schonen. Darüber hinaus eignet sich das Abwasser zur Energiegewinnung. Durch Bild- und Videomaterial konnten sich die Gäste einen Eindruck von der Situation vor und nach Installation der Aufbereitungsanlagen machen.

Abschließend stellte Henk van Rikxoort das Projekt Coffee Climate Care (C3) vor. Ziel ist es, die Kaffeeanbausysteme in Vietnam widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels zu machen. Dürre, Erosion, Temperaturanstiege und Pflanzenkrankheiten treten vermehrt bzw. in immer kürzer werdenden Abständen auf. In einem ersten Schritt wurden Befragungen unter den Farmern durchgeführt, Fachliteratur ausgewertet und Workshops vor Ort durchgeführt. Adaptionsmaßnahmen sehen den Anbau von Schattenpflanzen und Schutzpflanzen, eine Verbesserung des Wassermanagements sowie einen bewussteren Umgang mit Düngemitteln und Pestiziden vor.

Die Verkostung

Bärbel Dahmsbrachte zeigte den Gästen anhand des sogenannten Zucker und Zimt-Tests, dass zum Schmecken auch immer das Riechen gehört. Denn der Zimt-Anteil im Zucker-Zimt-Gemisch ist erst wahrnehmbar, wenn auch die Nase mit ins Spiel kommt. (Blind) verkostet wurden unter Anleitung von Kaffeeexpertin Dahms verschiedene UTZ-zertifizierten Kaffees. Dabei konnten die Teilnehmer u. a. testen, ob sie einzelne Aromen wie süß, würzig, nussig, getreidig, fruchtig, schokoladig oder blumig erschmecken und ob ihr Mundgefühl eher staubig, trocken, weich, cremig oder sahnig ist.

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