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Recup Mehrwegbecher

Ausgezeichnete Mehrwegbecher

Datum: 21.11.2017Quelle: DUH, Foto: reCup | Ort: Berlin, München

Zum Start der Europäischen Woche der Abfallvermeidung zeichnet die Deutsche Umwelthilfe (DUH) in Berlin das Unternehmen reCup für ihr wegweisendes Poolsystem wiederbefüllbarer Mehrwegbecher zur Vermeidung von Einwegbechermüll aus. Ein Netzwerk aus derzeit 73 Verkaufsstellen bietet in Berlin den Coffee-to-go in standardisierten Mehrwegbechern mit Pfand an. Der ausgetrunkene Becher kann gegen die Rückerstattung des Pfandes bei allen teilnehmenden Cafés wieder abgegeben werden. Dadurch werden nicht nur unnötige Abfallberge vermieden sondern auch die Umwelt geschützt und Ressourcen gespart. Ableger des Mehrwegsystems gibt es nicht nur in Berlin, sondern auch in München, Köln, Oldenburg, Rosenheim, Wasserburg und Ludwigsburg – 450 Standorte deutschlandweit.

40.000 Tonnen Müll aus Pappbechern und Plastikdeckeln

Wie wichtig ein Mehrwegsystem für Coffee-to-go ist, zeigen die hohen Ressourcenverbräuche und Müllmengen, die Einweg-Pappbecher verursachen. Allein in Berlin werden täglich bis zu 460.000 und im Jahr 170 Millionen Einwegbecher verbraucht. Deutschlandweit entstehen jedes Jahr mehr als 40.000 Tonnen Müll aus Pappbechern und Plastikdeckeln. Für die Produktion dieser Becher werden mehr als 43.000 Bäume gefällt, 1,5 Milliarden Liter Wasser und 22.000 Tonnen Rohöl verschwendet. Der nicht abgebaute Kunststoffanteil aus der Becherinnenbeschichtung und den Polystyroldeckeln verbleibt als Mikroplastik in der Umwelt.

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DUH fordert Abgabe für Einwegbecher

„Die bepfandeten Poolbecher von reCup sind ein cleveres und besonders verbraucherfreundliches System, um den umweltschädlichen Einwegtrend beim Coffee-to-go-Genuss zu stoppen. Wenn Verbraucher die Möglichkeit haben ihren bepfandeten Mehrwegbecher nach der Nutzung in anderen Cafés schnell wieder abzugeben, dann stärkt das die Akzeptanz von Mehrwegalternativen und macht sie massenmarkttauglich“, sagt Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin bei der DUH. Neben dem flächendeckenden Angebot von Mehrwegbechern hält Metz die Einführung einer Abgabe von 20 Cent auf Einwegbecher für notwendig. Damit könne die Nutzung umweltschonender Mehrwegbecher durch finanzielle Anreize zusätzlich gestärkt werden.

„Mehrweg soll Spaß machen und zur täglichen Gewohnheit werden. Das ist unser Ziel und daran arbeiten wir. Das Feedback ist großartig. Seinen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern, fühlt sich gut an. Mit unserem System kann jeder Verbraucher ganz einfach und ohne großen Aufwand seinen Kaffee genießen und dabei zum Umweltschützer werden“, sagt Florian Pachaly, Geschäftsführer von „reCup“. Gemeinsam mit seinem Geschäftsführerkollegen Fabian Eckert hat er ein Mehrwegbecher-Poolsystem in vielen deutschen Städten etabliert. Täglich nehmen mehr Cafés, Bäckereien und andere Geschäfte an dem umweltfreundlichen System teil und machen so die Rückgabe der Becher immer leichter. Deutschlandweit nehmen inzwischen mehr als 450 Verkaufsstellen am Mehrwegsystem von „reCup“ teil.

Pfand für Mehrwegbecher

Wenn Verbraucher Kaffee in einem „reCup-Becher“ herausgegeben bekommen, dann erhalten Sie in der Regel einen Rabatt. Den Betrag von einem Euro Pfand bekommen die Verbraucher zurück, sobald sie den leeren Becher bei einer am System teilnehmenden Filiale wieder abgegeben haben. Die reCup-Becher gibt es standardisiert in den zwei Größen 0,3 und 0,4 Liter, sodass für jede Kaffeespezialität eine Mehrwegvariante bereitsteht. Die Mehrwegbecher werden in Deutschland hergestellt, sind spülmaschinenfest und können bis zu 500 Mal wiederverwendet werden, bevor sie ins umweltfreundliche Recycling gehen. Zu den „reCup-Bechern“ wird auch ein Spülservice angeboten, falls die am System teilnehmenden Cafés über keine ausreichenden Kapazitäten verfügen.

Die DUH setzt sich bereits seit 2015 mit ihrer Kampagne „Becherheld – Mehrweg to go“ für die Vermeidung von Einwegbechern ein und sieht in Mehrwegbecher-Poolsystemen eine besonders umwelt- und verbraucherfreundliche Möglichkeit, Abfälle zu reduzieren.

Florian Harbeck / Gastroinfoportal

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