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Datum: 07.09.2010Quelle:


Mainz. Die
Weinwirtschaft ist ein Erfolgsmotor des Agrarsektors in Rheinland-Pfalz und hat
nach Überzeugung von Wirtschafts- und Weinbauminister Hendrik Hering beste
Chancen, sich auch künftig im Wettbewerb zu behaupten. „Wir setzen in
Abstimmung mit der Weinbranche auf Qualität, weil nur überzeugende Produkte auf
Dauer wirtschaftlich erfolgreich sind", sagte Hering bei der Vorlage des
Weinwirtschaftsberichtes, der erstmals eine umfassende Bestandsaufnahme der
Weinwirtschaft im Land liefert.

„Die
Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Weinwirtschaft und der Arbeitsplätze im
ländlichen Raum sind für uns genau so zentrale Anliegen wie der Erhalt der
Weinkulturlandschaft als eine der Voraussetzungen für eine prosperierende
Tourismusbranche", unterstrich der Minister. Zu den wesentlichen
weinbaupolitischen Weichenstellungen zählt daher neben der Qualitätspolitik die
Beibehaltung des Pflanzrechtesystems zur Sicherung der Marktposition der
Erzeugerbetriebe. Hering sprach sich entschieden gegen die von der EU
beschlossene Aufhebung des Anbaustopps zum Ende 2015 aus. „Wir
haben die Förderpolitik zielgerichtet eingesetzt, damit sich Betriebe
strukturell weiterentwickeln können und der Weinbau auch in Steillagen erhalten
bleibt", betonte Hering. Der Minister plädierte nachdrücklich für die
Beibehaltung des nationalen und regionalen Gemeinschaftsmarketings für Wein.
„Eine zentrale Weinwerbung ist gerade für die mittelständischen und kleinen
Winzerbetriebe wichtig", so der Minister.

„Auf
dem 2. Mainzer Weingipfel Mitte September werden wir uns konsequent dafür
einsetzen, dass die über Qualitätsvorgaben und eine verstärkte Profilierung von
Einzellagen die Neuordnung der EU-Weinmarktordnung genutzt wird, um über die
Weinkennzeichnung dem Verbraucher auch ein klares Qualitätsprofil zu
signalisieren", sagte Hering. Bei dem Treffen von Vertretern der Weinwirtschaft
stehen auch die regionalen Auswirkungen der Europäischen Weinmarktordnung im
Focus.

In
Rheinland-Pfalz bewirtschaften rund 10.000 Betriebe circa 63.000 Hektar
Rebfläche und damit rund zwei Drittel der Weinbaufläche Deutschlands. Drei
Viertel aller Betriebe im Weinbau werden im Haupterwerb geführt. Von den
110.000 Beschäftigten in der Landwirtschaft sind rund 40 Prozent im Weinsektor
tätig. Durchschnittlich geerntet werden 6,4 Millionen
Hektoliter. Davon werden rund 5,2 Millionen als Qualitätsweine vermarktet,
darunter jeweils eine Million Hektoliter Riesling- und Dornfelderweine.
Besonders rasant entwickelt sich in den letzten Jahren der ökologische Weinbau,
der inzwischen 4.400 Hektar umfasst.

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