Düsseldorf. In der Wirtschaft wächst der Bedarf, über Software-Tools die Gespräche des Social-Media-Meinungsmarktes zu beobachten. Nach Ansicht von Christian Halemba von Mind Business ist die richtige Mischung aus effizienter Technik und analytischen Kenntnissen über Marktforschung entscheidend für den Erfolg des Einsatzes dieser Softwarelösungen. Aus diesem Grund hat die Fachzeitschrift Absatzwirtschaft mit den Düsseldorfer Beratern von Mind Business eine umfassende Befragung von Social-Media-Monitoring-Anbietern gestartet.
"Ein Praxisleitfaden soll Unternehmen
aufzeigen, wie man sinnvoll Social-Media-Monitoring in die eigene
Marktforschung integriert. Er soll helfen, die richtige Lösung für seine
Belange zu finden. Bisher fehlt es eindeutig an Markttransparenz und einer
realistischen Bestandsaufnahme der mehr als 100 bekannten Tools am Markt",
erläutert Christian Thunig, stellvertretender Chefredakteur der
Absatzwirtschaft. Anhand von Beispielen sollen Ansätze für professionelles
Monitoring sowie Checklisten und Expertenrat für die richtige Planung und
erfolgreiche Umsetzung vorgestellt werden. Nach Auffassung von Andreas
Klug, Vorstand von ITyX in Köln, wird die Hype-Kurve bei den Analysetools
schnell abflachen. "In den kommenden 24 Monaten werden die Anbieter von
Stand-Alone Lösungen entweder von größeren Technologieanbietern und
Dienstleistern übernommen, oder sie werden vom Markt verschwinden", prognostiziert
Klug.
Social-Media-Monitoring nur
ein Teilbereich
Social Media Monitoring
könne immer nur ein Teilbereich von etwas größerem sein. "Entweder es ist
Teil eines weitreichenden Customer Feedback Managements und wird aus
Marketing-Sicht getrieben, oder es ist Teil eines Input und Response
Managements und wird aus Sicht des Customer Service ein Bestandteil der
Multi-Kanal-Strategie", sagt Klug. Es sei nützlich zu wissen, was die
Netzbewohner denken.
"Genauso wie bei
anderen Techniktools muss immer auf die Effizienz und Zielgenauigkeit der
eingesetzten Mittel geachtet werden. Ein bloßes Monitoring und die
Zusammenfassung der Datenflut reicht nicht aus, es muss zu einer zielgenauen
Analyse des Kundenverhaltens kommen. Die Reports müssen dabei in verschiedenen
Stufen, insbesondere aber auch in Echtzeit zur Verfügung stehen, um bedrohliche
Entwicklungen rechtzeitig erkennen und Chancen schnell nutzen zu können",
sagt Rolf Lohrmann von Qualitycube in Hamburg. Es mangelt noch an der
Erkenntnis, dass das Social Web mehr ist als ein Verkaufskanal. "In
Deutschland beherrschen noch immer die Marketingagenturen das Feld. Erst wenige
Unternehmen scheinen verstanden zu haben, dass sich Ihnen eine große Chance für
eine neue Qualität des Kundenservices bietet. Dafür ist es jedoch auch
erforderlich, dass die Qualität der Ausbildung der Mitarbeiter des
Kundenservices verbessert wird", so Lohrmann.
An der Umfrage der
Absatzwirtschaft
http://bit.ly/a11Eci können sich Anbieter
von Social Media Monitoring-Tools und Berater noch bis zum 30. August
beteiligen.
(pte, 10.8.2010)