
Bonn. Bio-Landwirte in Deutschland erhielten 2011 wieder mehr Geld für viele ihrer Produkte. Zwei kleine Getreideernten in Folge, gestiegene Produktionskosten verbunden mit anhaltend hoher Nachfrage haben die Erzeugerpreise für Bio-Getreide, -Fleisch, -Milch und -Eier im Laufe des Jahres 2011 ansteigen lassen. Dabei ist das Angebot bei allen tierischen Produkten größer geworden. Nach langer Preisstabilität mit ca. 2,90 EUR/kg Schlachtgewicht für E-Schweine kam im Herbst 2011 Bewegung in den Bio-Mastschweinemarkt. Verschiedenste Vermarkter haben ihre Aus-zahlungspreise um 5 bis 15 Cent/kg erhöht. Viele zahlen für die E-Schweine zum Jahresende 3,05 bis 3,15 EUR/kg Schlachtgewicht oder mehr - einige sogar pauschal ohne Preismaske. Im Schnitt erreichte der Preis bei den am AMI-Panel teilnehmenden Unternehmen im Dezember 3,13 EUR/kg. Bei Bio-Milch ist sowohl die Nachfrage als auch Anlieferungsmenge 2011 in ähnlichem Umfang um ca. 10 % gestiegen. Die Bio-Milchpreise sind 2011 im Laufe des Jahres weiter angezogen und erreichten im Dezember 43,7 Cent/kg. Der Preisanstieg fiel jedoch geringer aus als bei konventioneller Milch. Der Abstand zwischen Bio- und konventioneller Milch hat sich deshalb auf weniger als 8 Cent/kg verringert. Trotz der höheren Erzeugerpreise und der größeren Absatzmenge bleibt die wirtschaftliche Situation in den Produktionszweigen der tierischen Produktion angespannt. Die hohen Investitions- und Futterkosten verhindern bislang die Umstellung auf Bio in größerem Maße.
mp, RbB