
In allen der 20 bedeutendsten Quellmärkte ist die Lust auf Deutschlandreisen im ersten Halbjahr 2010 gestiegen: Innerhalb Europas hat Großbritannien nach den Verlusten des letzten Jahres eine wahre Aufholjagd begonnen. Um 20,3 Prozent sind die Juniübernachtungen britischer Gäste in deutschen Beherbergungsbetrieben gestiegen. Kumuliert liegen sie im ersten Halbjahr 10,9 Prozent über den Ergebnissen des Vorjahreszeitraums. Ebenfalls überdurchschnittliche Zuwächse im ersten Halbjahr vermelden die Statistiker zum Beispiel aus Russland (plus 18,6 Prozent) Spanien (plus 10,3 Prozent), Österreich (plus 10,2 Prozent) und Italien (plus 9,6 Prozent).
In Asien ist China der Shooting Star: Mit einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 61,9 Prozent im Juni und 20,7 Prozent im ersten Halbjahr liegt das potenzialstarke Reich der Mitte auf der Liste der größten Quellmärkte für den Deutschland-Tourismus vor Japan (plus 9,2 Prozent im ersten Halbjahr). Damit ist China nach den USA inzwischen der wichtigste Überseemarkt für das deutsche Incoming. Deutschlands volumenstärkster Auslandsmarkt sind weiterhin die Niederlande, die rund 16 Prozent aller ausländischen Übernachtungen in Deutschland generieren. Bereits 2009 hatte sich der Markt als relativ krisenresistent erwiesen. Im ersten Halbjahr 2010 sind die Übernachtungen aus dem Nachbarland mit einem Plus von 3,8 Prozent weiter gestiegen.
Bei den Zielen ausländischer Gäste in Deutschland liegen weiterhin die Städte vorne. Berliner Hoteliers zählten insgesamt 3,8 Millionen Übernachtungen in den ersten sechs Monaten 2010, 17,9 Prozent mehr als in dem trotz Krise bereits sehr erfolgreichen Vorjahreszeitraum. An zweiter Stelle steht München mit 2,2 Millionen Übernachtungen - und einem Zuwachs von 19,4 Prozent. Die Messestadt Leipzig konnte ihre ausländischen Übernachtungen - bei geringerem Volumen - um fast ein Viertel steigern (plus 24 Prozent), Dortmund um 21,4 Prozent.