
München. Der GMP soll Gastronomen und Hoteliers dabei helfen auf sichere Art und Weise kontinuierlich am Puls der Zeit zu bleiben. Weitere Ziele sind u. a. die Steigerung des Images eines Betriebes sowie eine Erhöhung des Selbstwertgefühls des Gastronomen.
Der GMP ist eine selbstverpflichtende, dynamische und modular aufgebaute Zertifizierung. Er ist auf drei Jahre befristet und dient dazu bestehende Hygiene- und Qualitätsstandards zu sichern. Zur Erreichung einer kontinuierlichen Qualitätsverbesserung und nachhaltigen Qualitätssicherung ist danach eine Rezertifizierung nötig. Der GMP signalisiert dem Gast, das ein Betrieb qualifiziert ist und fundierte Kenntnisse in den Bereichen Hygiene, Recht, Unternehmensführung und Servicequalität (= Module) aufweist. Im Vordergrund stehen die Qualifizierung sowie die kontinuierliche Fort- und Weiterbildung. Dabei wird der Betrieb und nicht allein der Betriebsinhaber ausgezeichnet, so dass alle Mitarbeiter gemeinsam an der Zertifizierung des Betriebes Anteil haben. Denn: Jeder Mitarbeiter verfügt über Kenntnisse und Qualifikationen, die für einen hohen Qualitätsstandard sprechen; dies wird gegenüber dem Gast oder Verbraucher aber nicht kommuniziert. Als Basis des GMP dient der IHK Unterrichtungsnachweis bzw. eine anerkannte gastronomische Ausbildung. Bereits erworbene Sachkenntnisse, Zertifikate sowie Berufserfahrung werden anerkannt und können eingereicht werden. Das Fehlen von Kenntnissen in einem Bereich bzw. Modul kann in Seminaren erworben werden. Die Erstprüfung kostet 300 Euro, für BHG-Mitglieder 240 Euro, d. h. Eine jährliche Aufwendung von 80 Euro. „Unser Ziel sind 1.000 Betriebe im ersten Jahr", sagte Hauptgeschäftsführer Ralf Schell.
Die Module
Nachweise sind in den Bereichen Hygiene, Recht, Unternehmensführung und Service-Qualität zu erbringen. Innerhalb der Module können Punkte gewonnen werden. Pro Modul sind mindestens 10 Punkte nötig, nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Dabei werden folgende Kenntnisse gefordert:
1. Modul: IHK Unterrichtungsnachweis bzw. eine IHK anerkannte gastronomische Ausbildung als Basis
2. Modul Hygiene: § 4 LMHV, HACCP und anderweitige „Stolperstellen" im Betrieb
3. Modul Recht: Arbeitsrecht, Steuerrecht und Vertragsrecht
4. Modul Unternehmensführung: Marketing, Kalkulation, Personalmanagement und Betriebsorganisation
5. Modul Service-Qualität: Qualitätsmanagement-Systeme, Guest-Relation und Beschwerdemanagement
Nach einer erfolgreichen Zertifizierung erhalten die Teilnehmer eine Urkunde und eine Plakette. Diese werdem öffentlichkeitswirksam durch das Wirtschaftsministerium ausgehändigt. Der GMP wird am 24. Oktober 2011 auf der Landesdelegiertenversammlung in Ingolstadt offiziell vorgestellt und vom bayrischen Wirtschaftsministerium sowie der IHK Bayern unterstützt. www.gmp-bayern.de
mth/ Redaktion 24 Stunden Gastlichkeit
sich | seite | 05 | zur | 20 | schlachtviehpreise | hessen | kw | 10 | euro | gäste | dessert | sowie | unternehmen | hotellerie |
