
Runder Tisch statt Verein
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Miteinander reden, um voneinander zu lernen - so einfach und praxisnah kann Weiterbildung sein. Alle Gründungsteilnehmer einigten sich zudem darauf, dass das Konzept des "Runden Tischs" ohne Vereinsgründung zugrunde liegen soll. "Wir wollten von Anfang an eine lose BGB-Gesellschaft bleiben und auf kurzen Wegen viel erreichen. Daher haben wir keinen Verein gegründet, der mit viel mehr Bürokratie einhergegangen wäre", erläuterte Karl Haaf die Hintergründe.
Und das Konzept hat sich bewährt: Seit der ersten Tagung am 12. Mai 1992 im Robert-Bosch-Krankenhaus, an der 14 Gründungsmitglieder teilnahmen, fanden insgesamt 45 Tagungen mit 1.500 Teilnehmern statt. Im Schnitt nahmen folglich 55,6 Interessierte teil. Die insgesamt 96 behandelten Themenblöcke waren stets am Puls der Zeit. 1992 beschäftigte sich der Freie Arbeitskreis z. B. mit dem Thema Caterer, 1997 mit der Genmanipulation und 1998 mit Cook & Chill. Auch von der Arbeit und Neuheiten der Industriepartner machten sich die Küchenleiter bei manchen Tagungen vor Ort ihr eigenes Bild. 2004 besuchte der Arbeitskreis z. B. Rational und informierte sich über dessen neues SelfCooking Center, 2010 stand die M-iQ von Meiko in Offenburg im Fokus. „Wir haben auf unseren Tagungen wertvolle Kontakte zur Industrie hergestellt, und konnten von ihnen lernen, wie auch sie von uns", resümierte Karl Haaf. Sein besonderer Dank galt in diesem Zusammenhang dem Unternehmen Knorr bzw. dessen Nachfolgern Caterplan und Unilever Food Solutions. Bei ihm war der Arbeitskreis insgesamt dreimal zu Gast, und durfte auf seine Einladung hin das 10- wie auch das 20-jährige Jubiläum in Heilbronn feiern.
Ehefrauen statt Küchenleiter am Herd
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Mit roten Rosen bedankten sich die Arbeitskreis-Teilnehmer auch ganz herzlich bei ihren Partnerinnen - u. a. dafür, dass sie der Fortbildung wegen zweimal im Jahr auf sie verzichten müssten. Dabei durften die Partnerinnen während der 20-jährigen Tagung am Vor- und Nachmittag selbst einmal „tagen". Sie durchliefen die Schule der Chefmanship-Köche von Unilever Food Solutions, während die Krankenhaus-KüchenleiterInnen sich nebenan über Convenience und die Diät-Verordnung informierten. In der Mittagspause und zum Kaffee bewiesen die Damen dann, dass sie in der Küche mindestens ebenso firm sind wie ihre Partner. In den Schatten gestellt wurden sie allerdings ein wenig von der kleinen Nele, die nicht ihren Opa begleitete, sondern ihre Mama, eine von wenigen Krankenhaus-Küchenleiterinnen. Sie hatte durch den Kochkurs jedenfalls eine neue Leidenschaft entdeckt: „Ich wusste gar nicht, dass Kochen so viel Spaß machen kann", sagte sie begeistert. Ein kleiner Hoffnungsschimmer nach der Diskussion um die Zukunft der Koch-Ausbildung.
Blick in die Kollegenküche
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Auch das Rundtischgespräch unter Kollegen durfte beim 20-Jährigen nicht fehlen. So erzählte Otto Vogelmann, Gastronomieleiter der Klinik Löwenstein, von seiner Produktionsumstellung und den Herausforderungen, die mit der Übernahme der Verpflegung von weiteren SLK-Kliniken einhergingen.
Anschließend erzählte der Jüngste im Kreise, Martin Wolf, wie er, dank eines Geschäftsführerwechsels, in der Hohenloher Krankenhaus GmbH als Gastronomieleiter einen kleinen Wandel einläutete. „Früher war es primär wichtig, dass die Küche sauber war und der Patient satt. Heute legen wir viel mehr Wert auf die Qualität und vor allem Frische der Produkte. Seitdem macht das Kochen hier wieder richtig Spaß."
Redaktion GVmanager/kir