Berlin. Wie viel Hektar Boden braucht man für die Produktion eines T-Shirts? Welche Umwelt- und Sozialkosten fallen dabei an? Welche Schäden entstehen durch CO2-Emissionen und wie bezieht man sie in eine Unternehmensbilanz mit ein?
Nachhaltige Geschäftsmodelle setzen die möglichst umfassende
Kenntnis der sozialen und umweltrelevanten Kosten voraus, die bei Herstellung
und Vertrieb, Nutzung und Entsorgung eines Produktes anfallen. Die Reduktion
dieser externen Kosten ist ein zentrales Ziel nachhaltigen Wirtschaftens. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) und Jochen Zeitz,
Puma-Verwaltungsratsvorsitzender, CEO der Sport- und Lifestyle-Gruppe und Chief Sustainability Officer des französischen
Puma-Mehrheitsaktionärs PPR, wollen gemeinsam Anstöße für eine vollständige
Berücksichtigung ökologischer und sozialer Kosten in der Unternehmenspraxis
geben. Deshalb rufen sie jetzt Wissenschaftler, Studierende, Selbständige,
Unternehmen und ihre Mitarbeiter zur Teilnahme an einem Ideenwettbewerb auf. Gefragt sind Ideen und Innovationen aus Unternehmenspraxis
und Wissenschaft - zum Beispiel Beiträge zur Methodenweiterentwicklung und
Methodenverbreitung, Vorschläge zur Weiterentwicklung von Vollkostenrechnungen
sowie andere Verfahren nachhaltiger Unternehmensführung. Eingereicht werden
können sowohl Praxisbeispiele als auch Konzeptstudien.
Die Ideen können in Form einer Kurzbeschreibung (maximal
3500 Zeichen) bis zum 15. Februar 2012 über ein Bewerbungsformular auf www.nachhaltigkeitsrat.de/ideenwettbewerb eingereicht werden.