Manfred Mayer, Vorstand der ARCOTEL Hotel AG
Berlin/Wien. Mit rund 10.221.778 Übernachtungen im ersten Halbjahr 2011 zeigt sich Berlin auch in diesem Jahr als begehrtes Reiseziel. Der rot-schwarze Senat will das Potenzial nutzen und ab 2013 pro Übernachtung eine Steuer von fünf Prozent auf den Zimmerpreis erheben. Berliner Hoteliers sind empört. Der Tourismus in
Deutschlands Hauptstadt boomt! 4.568.448 Gäste reisten in den ersten sechs
Monaten des Jahres nach Berlin, 8,2 Prozent mehr als 2010, so die Zahlen der Berlin Tourismus & Kongress GmbH. Auch zukünftig wird
die Tourismusbranche ein wichtiges wirtschaftliches Standbein der Stadt
darstellen. Mit der Einführung einer Abgabe auf Hotelübernachtungen
wollen SPD und CDU künftig weitere Einnahmen erzielen.
In den Koalitionsverhandlungen am Mittwoch konnten sich die Parteien auf
die City-Tax einigen. Berliner Hoteliers befürchten, dass sich die Wettbewerbsbedingungen auf dem ohnehin hart umkämpften Markt noch mehr
verschärfen. Manfred Mayer, Vorstand der ARCOTEL Hotel AG ist
kritisch: "Berlin bietet nicht die einfachsten Bedingungen, um als
Hotelier erfolgreich durchstarten zu können. Die Konkurrenz privater
Ferienwohnungen, aber auch der zunehmende Low-Budget-Tourismus stellen große
Herausforderungen dar; im nächsten Jahr werden weitere Betten dazu kommen. Auch
der Trend, dass sich der Wettbewerb über die Rate entscheidet, wird nicht
abnehmen. Deswegen verstehen wir nicht, dass die Hoteliers durch die geplante
City-Tax noch stärker belastet werden, wo die Bedingungen in Berlin von
vornerein nicht die einfachsten sind." Alleinvorstand Mayer erklärt abschließend:
"Berlin bietet für uns als österreichische Hotelgruppe eine besondere
Herausforderung. Konzepte mit denen wir anderswo erfolgreich sind, erzielen
hier andere Ergebnisse. Umso wichtiger wird es auch zukünftig sein, dass wir
uns auf die Bedürfnisse der Berlin-Touristen einstellen."
mp, RbB
Fotocredit: ARCOTEL Hotels/ Wolf-Peter
Steinheißer
Quelle: ARCOTEL Hotel AG