
Stockholm. 1946 beschloss das schwedische Parlament, dass alle Schulkinder ein gesetzliches Recht täglich auf ein kostenloses warmes Essen in der Schule haben. Nach dem Schulgesetz von 2007 müssen die Gemeinden für die Kosten aufkommen. Die schwedische Regierung genehmigte bereits 1995 einen Aktionsplan für Ernährung ("Schweden Nutrition Action Plan"), der von 1999 bis 2004 umgesetzt wurde. Im April 2003 wurde die Regierungsrichtlinie "Ziele für Public Health" beschlossen, deren Hauptziel lautet "to create a social environment for health on equal terms for the entire population". Mit dieser Richtlinie wurde die schwedische Public Health Strategie grundlegend geändert, und zwar wurde der Fokus von Krankheiten auf Gesundheitsprävention verschoben. Am 1. Juli 2011 wurde eine neue Version des Schulgesetzes verabschiedet, in dem ein "A free nutritions school lunch for every child" verankert ist, das sich an den WHO Vorgaben orientiert und "fettarme & kalorienreduzierte Produkte für die Schulessenproduktion" in den Mittelpunkt der gesetzlichenVorgaben stellt. Zurzeit werden täglich 1,5 Mio. Mittagessen in Schulen angeboten, die aus Steuergeldern finanziert werden, im Wert von acht Billionen Schwedenkronen jährlich.
Lesen Sie dazu auch den Beitrag von Karin Lidén im Rahmen des 5. Kongresses für Kita- & Schulverpflegung in Leipzig 2011:
und einen ausführlichen Bericht in der nächsten Ausgabe des Fachmagazins Schulverpflegung
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