
Berlin. Die im denkmalgeschützten Bau beheimatet ehemalige Jüdische Mädchenschule - Auguststraße 11/13, 10117 Berlin - eröffnet heute als ein "Ort für Kunst und Esskultur". Restaurant, Bar, The Kosher Classroom und ein Deli versprechen gutes Essen und Kultur. Die ehemaligen Klassenräume und Korridore werden von drei Berliner Galerien genutzt. In der ehemaligen Turnhalle eröffnen Jessica Paul, Stephan Landwehr und Boris Radczun vom Grill Royal ihr neues Restaurant Pauly-Saal. Der österreichische Sternekoch Siegfried Danler will deutsche Küche in herrschaftlichem Style kochen. Dem Restaurant schließt sich die Pauly-Bar an. Im The Kosher Classroom bietet Michael Zehden zertifiziertes koscheres Essen und Freitags ein traditionelles Schabbat Dinner. Im Deli Mogg & Melzer Delicatessen sollen neben hausgemachten Pastrami, auch Produkte des Pauly-Saals zum Mitnehmen angeboten werden.
Der Schulbau
Die ehemalige Schule für Mädchen jüdischen Glaubens wurde Ende der zwanziger Jahre nach den Plänen des Architekten Alexander Beer errichtet. 1942 wurde sie geschlossen und als Krankenhaus benutzt, viele der Schülerinnen und der Lehrerschaft wurden - wie der Architekt - von den Nazis ermordet. In der DDR Zwischennutzungen als Schule, nach 1989 temporäre Bar und 2006 Berlin-Biennale-Spielort. Danach Leerstand. 2009 wurde die Schule der Jüdischen Gemeinde zu Berlin übergeben und sie hat das Gebäude mit 3.300 Quadratmeter Nutzfläche auf 20 Jahre mit der Option auf die Verlängerung um weitere 10 Jahre, an Michael Fuchs vermietet. Die Schule wurde von den Berliner Architekten Grüntuch Ernst saniert. Die denkmalgerechten Instandsetzung und Renovierung hat rund fünf Millionen Euro gekostet.
mp, RbB