
Berlin. Das Deutsche Netzwerk Schulverpflegung e.V. hat sich mit einem Offenen Brief an die Bunderegierung gewandt. Das DNSV reagiert damit auf die Öffentliche Anhörung zum Thema "Schulverpflegung", die am 30. November im Rahmen der 55. Sitzung des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Deutschen Bundestages stattfand und zu der der Vorsitzende des DNSV als Sachverständiger geladen war.
Wortlaut: Offener Brief des DNSV an die Bundesregierung (pdf)
mp, RbB
Die Diskussion ist wichtig aber so nicht zielführend. Mit "scharfen Forderungen" wird es nicht gelingen, sein Gegenüber zu Handlungen zu bewegen, weil dieser völlig anderen Sachzwängen unterliegt. Es ist völlig unrealisitisch zu glauben, eine einheitliche gesetzliche Regelung über Ernährung in Deutschland zu erreichen, das aufgrund seines Parteiensystems nicht einmal in der Lage ist, ein ganzheitlich einheitliches Schulgesetz für die Ausbildung der Kinder auf den Weg zu bringen.
Dazu kommt der allseits propagierte Irrglaube, dass sich mit dem Indoktrinieren von Bio, Vollkorn, Gemüsebratlingen und Salaten die Ernährungssituation verbessern würde.
Es ist an der Zeit, die zerklüftete Länderhoheit im Schulwesen durch ein Bundesbildungsministerium zu ersetzen, das nicht nur "Ernährung" sondern auch Basiswissen für realitätsnahe Volksthemen wie z.B. "Umgang mit Geld", "Aufbau unseres Rechtssystems" oder "Verständnis für das Funktionieren von Unternehmen" in die Bildungspläne unserer Kinder aufnimmt.
Oliver Blum
Gesamtelternbeiratsvorsitzender der Hechinger Schulen
ehem. Mitglied des Landeselternbeirats Baden-Württemberg
Inhaber Institut für Gastro-Konzepte
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