
Gerade in Zeiten von Lebensmittel- und Hygieneskandalen ist das Gastgewerbe mehr denn je gefordert, das Vertrauen seiner Gäste wieder zu erlangen. Immer wieder wird den Unternehmern fehlendes Know-How unterstellt, da jeder bereits nach einem eintägigen Unterrichtungsnachweis der IHK einen gastronomischen Betrieb eröffnen darf. „Die tägliche Praxis zeigt jedoch, dass diese Kenntnisse allein, insbesondere in den Bereichen Hygiene und Unternehmensführung, oft nicht ausreichen", argumentiert der Verband. Viele der Gastronomen verfügen jedoch über weit mehr und vor allem umfassende Qualifikationen. Für den Gast sind diese in der Regel aber nicht erkennbar. Mit dem GMP kann jeder Betrieb seine vorhandenen Kenntnisse nach außen darstellen: Liegt eine Zertifizierung vor, findet der Kunde an der Eingangstüre des Lokals die Plakette mit dem GMP-Zeichen.
Was muss ein gastronomischer Betrieb tun, um diese Plakette zu erhalten? Voraussetzung ist als erstes eine qualifizierte gastgewerbliche Ausbildung oder der bereits genannte IHK-Unterrichtungsnachweis. Hinzu kommen 4 weitere Module in den Kategorien Hygiene, Recht, Unternehmensführung und Service-Qualität. Diese werden nach einem festgelegten Punktesystem bewertet. Um die erforderlichen Punkte zu erlangen, muss jeder Unternehmer gemeinsam mit seinen Mitarbeitern vorhandene Kompetenzen nachweisen oder Weiterbildungsmaßnahmen ergreifen. Nur bei Vergabe der vollen Punktzahl in jedem Modul wird der GastroManagementPass vergeben. Alle drei Jahre muss der GMP aufgefrischt werden. Dadurch wird dem Kunden ein gleichbleibend hohes Qualitätsniveau geboten.
Die Übergabe des offiziellen Zertifikats wird im ersten Quartal 2012 durch Wirtschaftsminister Martin Zeil und Ulrich Brandl, Präsident des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Bayerne.V. in München erfolgen. Die Plakette zur Zertifizierung hängt schon an der Eingangstüre des Carlos Cucina. „Diese Auszeichnung zeigt, dass wir bisher in unserem Lokal alles richtig gemacht haben. Sie ist ein schönes Geschenk zum einjährigen Bestehen von Carlos Cucina", sagt Karl Strobl, der Geschäftsführer. Den Termin für die Überreichung gibt das Ministerium noch bekannt. Zuschauer und Interessierte sind dazu in Carlos Cucina dann im Januar 2012 herzlich willkommen, die Auszeichnung und das Einjährige bestehen gebührend zu feiern.
woy/Redaktion 24 Stunden Gastlichkeit
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